|
Problem:
Hypothese: Geschlechtsspezifische Unterschiede im Inhalt von Verfolgungswahnvorstellungen reflektieren unterschiedliche feindliche soziale Bedrohungen frühgeschichtlicher Ahnen.
Methode:
Zwei Stichproben (Untersuchung anhand eines semistrukturierten Interviews) von deutschen (n = 57) und russischen (n = 63) Patienten mit Verfolgungswahn im Rahmen unterschiedlicher psychischer Störungen.
Ergebnis:
Während sich die Mehrheit der Männer von Gruppen feindlicher fremder Männer verfolgt fühlte, projizierten Frauen ihre paranoiden Ängste häufiger auf Personen ihres sozialen Umfelds, weitgehend unabhängig von der
psychiatrischen Diagnose oder dem kulturellen Hintergrund.
Diskussion:
Diese Studie unterstützt weitgehend die These, dass die Inhalte von Wahnvorstellungen pathologische Ausformungen angepasster Reaktionen auf Fitness-relevante Themen darstellen.
|