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Die allgemein akzeptierte Theorie zur Evolution der Samenanlage ist die Telomtheorie ZIMMERMANNS, die eine Bildung des Integuments aus sterilen Telomlappen an der Basis der Samenanlage postuliert. Anders als nach ZIMMERMANN zu erwarten konnte anhand
von morphologischen Studien an ursprünglichen Gymno- bzw. Angiospermen gezeigt werden, dass das Integument an der Spitze des Nucellus initiiert wird und vollständig aus umgewandeltem Nucellusgewebe aufgebaut ist, so dass es sich beim Integument
um keine eigenständige Struktur handelt. Ergänzend zu den morphologischen Untersuchungen sind entwicklungsgenetische Untersuchungen durchgeführt worden. Hierzu war es vorab notwendig ein auf Gymnospermen abgestimmtes Protokoll zu
entwickeln. Die erhaltenen Ergebnisse der In-situ-Hybridisierungen zu MADS-box-C-Genen an Sporophyllen und Samenanlagen von Zamia amblyphyllidia lassen sich nahtlos in das neue Konzept zur Evolution der Samenanlage integrieren, das im Rahmen der
Arbeit entwickelt worden ist.
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