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Die Neufassung der DIN 19700 (2004) "Stauanlagen" beinhaltet im Vergleich zu der alten Norm einige grundlegende Änderungen bei der Bemessung von Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken hinsichtlich der Hochwassersicherheit und -schutz. Durch
die nun mögliche Berücksichtigung der Retention bei der Bemessung ergibt sich die Erfordernis, die hydrologische Einwirkung realitätsnah abzubilden und somit eine Vielzahl möglicher Hochwasserereignisse mit unterschiedlichen
Ganglinienformen bei der Bemessung zu verwenden. Hierbei sind auch mehrgipflige Ganglinien einzubeziehen, da diese zu einer verminderten Hochwasserschutzwirkung führen können. In dieser Arbeit wurden Verfahren entwickelt, um Ganglinien für
die Bemessung der Hochwassersicherheit und des Hochwasserschutzes von Einzelanlagen und für Hochwasserschutzplanungen von Rückhaltesystemen in Flussgebieten zu ermitteln. Diese Verfahren wurden beispielhaft an Anlagen in Sachsen,
Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen-Anhalt angewendet.
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