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Sciadopitys besitzt achselständige, nadelartige Kurztriebe, die funktionell normale Nadelblätter ersetzen, aber nicht blatthomolog sind und hier als eine Momentaufnahme einer Transformationsreihe vermutet werden, bei der sie über
den Verlust ihres Tragblattes in ein Nadelblatt umgewandelt werden. Im Vordergrund stand die Fragestellung, ob eine Umgestaltung eines kompletten Kurztriebes hin zu einer Struktur, die man als Blatt ansprechen kann, nicht nur möglich, sondern auch
nachweisbar wäre. Knox-Gene lassen Rückschlüsse auf den Organcharakter zu und bieten sich für Expressionsstudien direkt in situ an. Die Kombination morphologischer und neu zu etablierenden morphogenetischer Techniken
dient dabei als erster Schritt, um Aussagen zur Wahrscheinlichkeit einer polyphyletischen Entstehung des Gymnospermenblattes näher zu kommen. Hauptanliegen war die Etablierung der in-situ-Hybridisierungs-Methodik und damit verbundenen
molekularen Vorarbeiten, sowie deren Anpassung an Sciadopitys.
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