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Während der Ausführung von Armbewegungen durch einen Primaten wurden elektrophysiologische Einzelzellableitungen im Colliculus superior des Versuchstieres vorgenommen. Der Versatz des Bewegungszieles in Koinzidenz mit dem Beginn der
Armbewegung ermöglicht einen Vergleich zwischen der armkorrekturbedingten Änderung der neuronalen Entladungsrate und der einhergehenden kinematischen Veränderung. Hier zeigt sich eine unspezifische neuronale Antwort, die auf Modulation der
Amplitude, der Dauer und des Beginns beruht, und nicht mit bisherigen Ergebnissen aus Ableitungen im primären Motorkortex und Parietalkortex in Deckung gebracht werden kann. Die colliculären Antworten zeigen nach
89o ms(Vorzugsrichtung) und 99o ms(Nicht-Vorzugsrichtung) signifikante Abweichungen gegenüber Kontrollbedingungen, und stellen die kürzesten
neuronalen Latenzen in der Literatur. Mit Bezug auf die kinematischen Änderungen ergibt sich somit die Möglichkeit der funktionalen Steuerung von schnellen Armkorrekturen.
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