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Heideggers Philosophie stellt sich nach seiner Auseinandersetzung mit Schleiermacher als eine Hermeneutik des faktischen Lebens dar, d. h. als eine Philosophie, die die faktische Lebenssituation des Daseins und dessen ursprüngliches Selbst- und
Seinsverständnis als Ausgangpunkt für die philosophische Frage nach dem Sein und nach der Wahrheit betrachtet. Heidegger betrachtet Schleiermachers Religionsphilosophie als eine besondere Form der Phänomenologie, die im Gegensatz zu der
Husserlschen Phänomenologie nicht von einem verabsolutierten Wissensideal abhängt. Schleiermachers Denken zeigt in seiner Religionsphilosophie eine Dimension des faktischen Lebens auf, die nicht durch ein objektivistisches Wissensideal
angemessen aufgefaßt werden kann.
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