|
In der vorliegenden Arbeit wurden im Zeitraum von 7 ½ Jahren 120 Patienten mit Zustand nach Radikalhöhlenanlage klinisch und audiometrisch nachuntersucht. Anhand von standardisierten Fragebögen konnte der präoperative Status dem
intraoperativen- und postoperativen Verlauf gegenüber gestellt werden. Im Patientengut sind ausschließlich offene Höhlen und mit Knochenmehl obliterierte Höhlen enthalten. Auf Gehörgangsrekonstruktionen wurde verzichtet.
Zielsetzung der Arbeit ist die Klärung der Nachbehandlungsbedürftigkeit in Hinblick auf die Pflege, auf die Symptome prä- und postoperativ, auf das Hörvermögen und auf die Beschaffenheit der Höhlen. Zur Diskussion steht, ob
die Radikalhöhle auch heute noch zu den gängigen Ohroperationen gehören sollte. Oder ist diese invasive Operation für die Patienten nicht mehr zumutbar, und sollte man in allen Fällen auf Rekonstruktionen der hinteren
Gehörgangswand zurückgreifen?
|